Die Cloud ist kein Allheilmittel. Und schon gar kein Selbstzweck.
Nicht jede Anwendung profitiert von der Verlagerung – und nicht jedes Unternehmen von pauschalen Cloud-Strategien.
Was gehört in die Cloud?
✔ Skalierbare Workloads
Anwendungen mit wechselnder Last (z. B. E-Commerce, saisonale Datenanalysen, Dev/Test-Umgebungen) profitieren von der Elastizität und Abrechnung nach Nutzung.
✔ Standardisierte Dienste
E-Mail, Office-Anwendungen, CRM, Kollaborations-Tools: Cloud-native Angebote bieten meist mehr Agilität, Updates und Integration als On-Prem-Alternativen.
✔ Geografisch verteilte Nutzung
Mobile Teams und internationale Standorte profitieren von zentralem Zugriff über die Cloud.
✔ Innovationsgetriebene Bereiche
KI, Machine Learning, IoT-Plattformen – viele Zukunftstechnologien sind cloudbasiert optimiert und nur dort sinnvoll nutzbar.
Was sollte lieber (noch) nicht in die Cloud?
✘ Legacy-Systeme mit starker Abhängigkeit
Ältere Anwendungen, die tief in lokale Prozesse und Systeme integriert sind, verursachen in der Cloud oft mehr Probleme als sie lösen.
✘ Daten mit hohen regulatorischen Anforderungen
Bei sensiblen personenbezogenen oder sicherheitskritischen Daten (z. B. im Gesundheitswesen oder bei kritischer Infrastruktur) sind lokale oder dedizierte Lösungen oft vorzuziehen – zumindest hybrid.
✘ Kostenkritische Dauerlast
Systeme mit gleichbleibend hoher Auslastung können on-prem günstiger betrieben werden – besonders wenn die Infrastruktur bereits vorhanden ist.
✘ Prozesse mit hoher Latenzempfindlichkeit
Produktionssteuerungen, Echtzeit-Sensorik oder Steuerungen, die auf Millisekunden angewiesen sind, erfordern lokale Verarbeitung ohne Umwege über entfernte Rechenzentren.