Die Cloud ist kein Allheilmittel. Und schon gar kein Selbstzweck.
Nicht jede Anwendung profitiert von der Verlagerung – und nicht jedes Unternehmen von pauschalen Cloud-Strategien.

Was gehört in die Cloud?

Skalierbare Workloads
Anwendungen mit wechselnder Last (z. B. E-Commerce, saisonale Datenanalysen, Dev/Test-Umgebungen) profitieren von der Elastizität und Abrechnung nach Nutzung.

Standardisierte Dienste
E-Mail, Office-Anwendungen, CRM, Kollaborations-Tools: Cloud-native Angebote bieten meist mehr Agilität, Updates und Integration als On-Prem-Alternativen.

Geografisch verteilte Nutzung
Mobile Teams und internationale Standorte profitieren von zentralem Zugriff über die Cloud.

Innovationsgetriebene Bereiche
KI, Machine Learning, IoT-Plattformen – viele Zukunftstechnologien sind cloudbasiert optimiert und nur dort sinnvoll nutzbar.

Was sollte lieber (noch) nicht in die Cloud?

Legacy-Systeme mit starker Abhängigkeit
Ältere Anwendungen, die tief in lokale Prozesse und Systeme integriert sind, verursachen in der Cloud oft mehr Probleme als sie lösen.

Daten mit hohen regulatorischen Anforderungen
Bei sensiblen personenbezogenen oder sicherheitskritischen Daten (z. B. im Gesundheitswesen oder bei kritischer Infrastruktur) sind lokale oder dedizierte Lösungen oft vorzuziehen – zumindest hybrid.

Kostenkritische Dauerlast
Systeme mit gleichbleibend hoher Auslastung können on-prem günstiger betrieben werden – besonders wenn die Infrastruktur bereits vorhanden ist.

Prozesse mit hoher Latenzempfindlichkeit
Produktionssteuerungen, Echtzeit-Sensorik oder Steuerungen, die auf Millisekunden angewiesen sind, erfordern lokale Verarbeitung ohne Umwege über entfernte Rechenzentren.

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